
Merkmale und Möglichkeiten der Realschule
In der Realschule erhalten die Schüler nach erfolgreichem Abschluss der sechs Schuljahre sowohl die Zugangsvoraussetzung für Berufe mit erhöhter Verantwortung in Technik, Wirtschaft und Verwaltung als auch die Zugangsberechtigung für die gymnasiale Oberstufe. Somit können die Absolventen der Käthe-Kollwitz-Schule entweder einen Lehrberuf wählen oder das Abitur an der gymnasialen Oberstufe, des Gymnasiums, der Gesamtschule oder dem Berufskolleg machen. An Berufskollegs können die Realschüler auch die Fachhochschulreife („Fachabi“) zum Beispiel für Technik, Wirtschaft, Gestaltung und andere Fachrichtungen erwerben.
In der Realschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden:
- der mittlere Abschluss (Fachoberschulreife)
- der mittlere Abschluss (Fachoberschulreife) mit Qualifikation
zum Besuch der gymnasialen Oberstufe
- ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertiger Abschluss
- ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 gleichwertiger Abschluss
Die Erprobungsstufe
Die Erprobungsstufe, die die Klasse 5 und 6 umfasst, bildet eine Einheit, bei der es von Klasse 5 zu 6 keine Versetzung gibt.
Die Erprobungsstufe hat die Aufgabe zu erproben, zu fördern und zu beobachten. Dabei soll auch die Entscheidung für die gewählte Schulform aus dem 4. Grundschuljahr überprüft und gegebenenfalls auf der Grundlage neu gewonnener Erkenntnisse korrigiert werden.
Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit in der Erprobungsstufe der Käthe-Kollwitz-Schule zu Gunsten des Schülers ist die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten. Die Lehrer informieren die Eltern regelmäßig über Lernschwierigkeiten. Von wichtigen Beratungsergebnissen erhalten die Erziehungsberechtigten schriftlich Nachricht.
Am Ende der Erprobungsstufe wird im Interesse des jeweiligen Kindes und nach ausführlicher Beratung der Eltern eine Entscheidung getroffen, ob die Realschule die richtige Schulform ist, oder ob das Kind am Gymnasium oder an der Hauptschule besser gefördert werden kann.
Betriebspraktikum
Alle Schüler der Klassen 9 nehmen verpflichtend an einem dreiwöchigen Betriebspraktikum in Firmen der näheren Umgebung teil. Diese Schülerbetriebspraktika (SBP) sind eingebettet in vorbereitenden, begleitenden und nachbereitenden Unterricht. So werden zum Beispiel im Fach Deutsch die Schüler die Abfassung von Bewerbungsschreiben und Lebensläufen besprochen.
Ziel der SBP ist es, einen möglichst wirklichkeitsnahen Einblick in die Arbeitswelt zu vermitteln und die Schüler die Anforderungen am Arbeitsplatz möglichst hautnah erfahren zu lassen. SBP können dazu beitragen, dass Schüler ihre Eignung für bestimmte Tätigkeiten besser einschätzen, ihre Berufsvorstellungen vertiefen oder auch korrigieren können.
Fächer
An der Realschule ist Englisch als erste Fremdsprache verpflichtend vorgeschrieben. Deshalb wird Englisch durchgehend in allen Jahrgangsstufen unterrichtet.
Als zweite Fremdsprache wird Französisch unterrichtet. Dies geschieht ab Klasse 6 und ist in dieser Jahrgangsstufe für alle Schüler verpflichtend. Stellen Schüler am Ende der 6. Klasse fest, dass sie mit einer zusätzlichen Sprache überfordert sind, können sie ohne spätere Nachteile, dieses Fach abwählen.
Von der Jahrgangsstufe 7 an beginnt der Wahlpflichtunterricht. Neben der zweiten Fremdsprache (Französisch) kann ein naturwissenschaftlich-technischer, ein sozialwissenschaftlicher oder ein musisch-künstlerischer Schwerpunkt gewählt werden.
Weiterhin erteilen wir die Fächer Deutsch, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Erdkunde, Politik, Geschichte, Musik, Kunst, Textilgestaltung, Sport und Religion oder interkulturelles Lernen / Praktische Philosophie für alle Schüler verpflichtend.
Eine Übersicht über die Fächer erhalten Sie hier.
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